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Mein erstes Mal: Türkei Urlaub mit der Familie!

Urlaub! Familienurlaub! Hölle, Hölle, Hölle oder Entspannung pur? Das der Urlaub teuer wird war uns klar, denn schließlich müssen wir während der Ferienzeit fliegen. Überrascht war ich daher von den zahlreichen Rentnern die mit uns am Flughafen eincheckten.

Wir sind in die Türkei geflogen. Ziel: Ein Palast aus Stein in Side! Geflogen von Hannover nach Antalya und vorher schon 40 Euro bezahlt damit wir reservierte Plätze haben. Ansonsten das übliche Programm: Anstellen, warten, einsteigen, hinsetzen, fliegen. Das Personal war: “Nett”, Cola kostete 2 Euro pro Dose. Wie ich später erfahren durfte war das noch ein Schnäppchen.

Von Antalya ging es – zugegeben sehr gut organisiert – mit einem Shuttle-Bus zum Hotel. Im Bus gab es Cola für einen Euro die Dose, ich hätte mich dort bevoraten sollen. Im Bus selbst gab es einen Schüler der Deutsch sprach und die Touristen sogar mit Gags unterhielt. Dafür warf ich gerne ein paar Euro in die Trinkgeldkasse.
Trinkgeld bekam auch der Page am Hotel der die Koffer auf das Zimmer trug. Hier im Hotel sprechen fast alle Angestellten Deutsch, alle kennen Bielefeld und haben fast alle auch Verwandte dort. Ihr versteht schon, der gute alte “Trinkgeld-Trick” aber ich finde das durchaus okay, leben und leben lassen.

Zunächst ging es zum Pool. Eiskalt! Hitzepickel! Blubberbläschen! Kleiner Scherz, kalt war er, aber ihr kennt das – ist man erst einmal drin dann geht es. Die musikalische Unterhaltung am Beckenrand war etwas für die deutschen Pauschaltouristen. Andrea Berg, Village People, Modern Talking und Helene Fischer – da zappelt der gemeine Deutsche Tourist und schwingt seinen Speck zum Pool. Ich gehöre dazu, spätestens bei Wolfgang Petry und “Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle” habe ich mit “Hölle, Hölle, Hölle” mitgegroovt. Keine Angst, die Musik dudelt da nicht den ganzen Tag und nur einmal am Tag wird der Club-Tanz getanzt!

Anschließend ging es in den Spa – Bereich. Termin machen! Ihr wisst schon das komplette Verwöhnprogramm inkl. Olivenöl-Maske und alles was sonst noch so gut tut. Natürlich war das auch ein einmaliges Angebot welches ich nicht ablehnen konnte. Vorher gab es eine Führung, alles sauber, alles ordentlich, nettes Personal. Dann sollen die auch einen Teil von meinem hart verdienten Geld bekommmen, oder? Natürlich wollten die anschließend noch mehr, ich habe schließlich Wasser in den Beinen und mein Rücken, oh oh – der ist ja total verspannt! Drei, vier Termine muss ich schon noch machen. Als ich sagte, dass ich lieber die drei – vier Stunden mit meiner Familie verbringe konterte man gewohnt: “Es ist deine Gesundheit” – Jep – und es ist auch meine Familie, die ich sonst viel zu selten sehe.

Die Kinder freuten sich übrigens über die deutschsprachigen Fernsehsender. In unserem Familienzimmer gab es sogar zwei Fernseher, einen kleinen Balkon (mit der Aussicht auf Brachland) und das Hotel ist ca. 250 Meter vom Meer entfernt! Sauberer Sandstrand! Okay, einmal haben wir morgens noch ein benutztes Kondom entdeckt, aber irgendwas ist ja immer.

Der Deutsche ist schon ein komischer Vogel! Anstatt sich über den sauberen Pool, das reichhaltige Essensangebot und das freundliche Personal zu freuen und sich in die Sonne zu legen beschwert er sich. Zunächst über den frühen Flug mit den engen Sitzen, dann über die mangelhafte Internetverbindung und die “Netzsperren” (in der Türkei ist sogar Bild.de gesperrt obwohl das die einzige deutschsprachige Zeitung vor Ort war die man käuflich erwerben konnte) und wenn es früh morgens um 9:00 Uhr noch keine Cola gibt – dann wird aus einem All-Inklusive Urlaub auch schon mal ein All-In-Stress-Test!

All-Inkl. sind Softdrinks. Für die Zimmereigene Minibar bedeutet das: Wasser mit oder ohne Kohlensäure. Cola? 3 Euro! (wer schlau ist geht zum “Kiosk” und besorgt sich eine Flasche für 2 Euro – darf diese dann aber nicht in den Kühlschrank stellen…)

All-Inkl. ist auch das W-Lan. Wenn man denn rein kommt. Im Zimmer hatten wir W-Lan, allerdings nur kurz vor der Zimmertür. W-Lan bedeutet übrigens nicht, dass man auch ins Internet kommt. Ich stelle mir das Internet im Hotel wie ein Nadelör vor. Zu den Stoßzeiten wollten halt zuviele durch das kleine Loch, so war das Netz verstopft. Das Familienzimmer befindet sich übrigens zwischen der Lobby (mit einer Lobby-Bar die bis 24 Uhr geöffnet hat) und der Straße. Ideal also um Abends um 20 Uhr die Kinder schlafen zu legen. Ironie vorhanden! Die Betten sind hart, aber das ist ja bekanntlicherweise Geschmacksache. Mir mangelte es zunächst an weiteren Handtüchern, doch die wurden genauso wie das Toilettenpapier nachgeliefert. Mit einem Kopfkissen pro Person müssen wir dennoch auskommen. Dieses mal ist es ein Mehrwert wenn jeder erfährt, dass der Blogger ans Meer fährt! Dieses wird übrigens der erste Reisebericht der Welt der komplett ohne Fotos auskommt, denn ich weigere mich weiterhin meine Familie ins Netz zu stellen. Meine Familie wurde nun übrigens in der Türkei auch neu “eingekleidet”. Wir hatten nämlich Wäsche in die Reinigung gegeben, von 8 Teilen waren 6 anschließend verfärbt. Respekt, das habe ich zu Hause noch nie geschafft. Aber selbst das hat uns die Stimmung nicht verdorben, der Urlaub war toll. Tolles Essen, tolle Leute, eine Animation die nicht nervt nur der Kinderclub hätte die Öffnungszeiten etwas auf die Bedürfnisse anpassen sollen. Um 17 Uhr “Feierabend” zu machen, wenn man mit der Familie dort spielen möchte ist nicht gerade optimal für ein Hotel, welches ansonsten sehr gut für junge Familien geeinget ist. Im Speiseraum gab es ausreichend Kindersitze, die nach jeder Benutzung gründlich gereinigt wurden.

Der Urlaub war sauber! Das Hotel eine Empfehlung wert, deswegen gibt es hier nun auch den Namen: Vera Stone Palace und keine Angst, da hüpft nur ganz selten eine Dame hinter einem Busch hervor und brüllt in eine Kamera: “Hallo und herzlich Willkommen bei…”

Disclaimer: Ich habe alles selber bezahlt! Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Massagen… und ich kann euch sagen, dass man zur Ferienzeit so richtig ausgenommen wird von den Reisegesellschaften. 14 Tage früher oder später wäre der komplette Urlaub um ca. 25% günstiger gewesen!